speculari heißt spähen


Herr Türk von der Rheinzeitung sinniert in seinem Blog über das Fehlen von klaren Worten aus der Politik zur Euro Rettung. Eurobonds oder doch lieber einen immer größeren Rettungsschirm. Für Otto-Normalverdiener ist die Sache klar: die Krise soll der bezahlen, der sie verursacht hat. Und dann kommt die Aufgabe der Medien, die Notwendigkeit des deutschen Beitrags zur Rettung darzustellen und den schwarzen Peter zu zuweisen. Für die Yellowpress sind dies ja ganz klar die faulen Südeuropäer. Und die nicht geringe Anzahl von Menschen, die sich dort ihre Bildung holen, fällt in die frisch ausgehobene Grube.

Dabei ist die Sachlage einfach: von Euroland profitieren zuerst die großen Konzerne und Aktionäre. Der deutsche Arbeitnehmer dagegen muss seine Arbeit wohlfeil anbieten, also profitieren wieder die Anderen. Und als Belohnung dafür darf er den Euro mit Rettungsschirmen und Eurobonds erhalten – im Gegenzug werden Sozialausgaben gekürzt – schon wieder nichts gewonnen. Es wird Zeit, das die Politik sich mal nach anderen Möglichkeiten umschaut, damit die Umverteilung von unten nach oben gestoppt wird.

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