Böse, böse Killerspiele


der Stuttgarter OB hat laut einer Meldung des Heise Newstickers eine für Freitag geplante Spielenacht der Electronic Sports League verboten. Verboten, weil dort bei Counter-Strike und Warcraft Spieler gegeneinander antreten und dann kann es in der Hitze des SPIELS schon mal passieren, das der eine Spieler seinem Gegner VIRTUELL die Rübe abhaut. OK, um bei der Wahrheit zu bleiben: das kommt während eines Spiels häufiger vor, aber es bleibt ein Spiel. Nur der OB meint: Eine solche Veranstaltung könne die Stadt nicht akzeptieren, weil 2 Wochen vorher ein jugendlicher Amokläufer 15 Menschen getötet hat.

Sucht die Politik jetzt Sündenböcke? Was bitte schön haben die Dauerzocker mit ihren Pickelgesichtern und Pommes Hängebäuchen verbrochen, das ihr esportliches Highlight – vergleichbar mit Fußballbundesliga – verboten wird? Warum werden beispielsweise die Spiele der Fußballbundesliga nicht verboten? In ihrem Schatten kommt es regelmäßig zu Gewaltausbrüchen und dass nicht nur wenn Dynamo Dresden gegen Sachsen Leipzig antritt.

Die Politik betreibt wilden Aktionismus und veranstaltet eine Hexenjagd gegen böse Computerspieler. ABER: Ist die Ursache nicht vielmehr in dem Erfolgsdruck der heutigen Gesellschaft zu suchen. In der Einsamkeit in der man bei Problemen alleine gelassen wird. Oder in den sehr laschen Waffengesetzen die einem Mann gestatten 15!! Schusswaffen bei sich zu Hause aufzubewahren, nebst mehreren hundert Schuss Munition. Wofür braucht man das? Wenn sich mal wieder ein Braunbär über die Grenze verirrt? oder falls die Russen kommen? Aber nein, DAS INTERESSIERT die Politik NICHT. Es gibt nämlich eine Waffenlobby.

Und welchen Anteil haben die MEDIEN an dieser Tat? Ist es nicht so, das unter dem auch dort in der Branche herrschenden Erfolgsdruck jede noch so harmlose Story mit Riesengetöse aufgebauscht wird und eine Sensationsgeierei ohnegleichen auch mal eine ehemalige Prinzessin in den Tod hetzt? Was muß ein möglicher Nachahmungstäter denken, wenn er in der Zeitung minutiös lesen kann, wie so ein Amoklauf funktioniert. Und wenn daraus das Ereignis des Jahres gestrickt wird. RUHM dem Tüchtigen!

Aber die Politik hat die schwarze Petra ja schon an die Wand gemalt: Böse, Böse Killerspiele die die Jugendlichen darauf trainieren, mit einer Pumpgun durchs Gelände zu robben und mit dem Finger den Abzug zu drücken. Auch wenn der Abzug nur eine ENTER-Taste ist und dem hängebäuchigem Spieler die Pumpgun wahrscheinlich zu schwer wäre.

Das Jugendliche Amokläufer sogenannte Killerspiele gespielt hatten, liegt daran das es in dieser Generation sehr populär ist. Als meine Eltern jung waren, war es z.B. chic für Araber auf die Straße  zu gehen und auch damals hat die Politik ein Problem mit den Jugendlichen gehabt.

Die Amokläufer von Erfurt und Winnenden haben höchstwahrscheinlich auch alle Brot gegessen…

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