Hunger


wir haben ein Problem: Menschen in vielen Ländern der Welt erleiden Hunger. Das Problem ist nicht neu, aber es vervielfacht sich derzeit. Schuld daran haben wir, die Menschen in den Industriestaaten. Wir haben mit unserer Subventionspolitik – dem Verbilligen unserer eigenen Nahrungsmittel bis in den Export – bewirkt, das sich die Nahrungsmittelproduktion in den Agrarländern der „Dritten Welt“ verringert hat. Wir haben mit der Idee, biologische Treibstoffe zu verwenden, bewirkt, das Ackerflächen in der „Dritten Welt“ zum Anbau von Ölprodukten umfunktioniert wurden. Wir haben bewirkt, das durch die Abholzung von Regenwäldern, die Erde ihrer natürlichen Schutz verliert, was die Erwärmung und Veränderung des Klimas und damit die Verwüstung weiter Landstriche begünstigt. Wir haben mit dem Drang nach schnellen Geld an der Börse durch Spekulationen den Anstieg der Lebensmittelpreise bewirkt.

Wir, die Menschen der Industriestaaten tun unser Schlechtestes, um die Welt die wir kennen zu zerstören. Wir leben auf Kosten anderer Menschen, auf Kosten von Menschen in der „Dritten Welt“. Und wir müssen damit aufhören, um Schlimmeres zu verhindern.

Hunger ist ein sehr unangenehmes Mangelempfinden. Es passiert nicht im Magen, sondern im Hypothalamus im Zwischenhirn. Ständiger Hunger bewirkt eine Abnahme des Muskelgewebe und der Fettzellen, er bewirkt Stress, Aggressionen, Depressionen, Schlafstörungen. Menschen mit Hunger werden antriebslos und verlieren ihre Konzentrationsfähigkeit. Ihre körperlichen und geistigen Aktivitäten werden eingeschränkt, ihre Knochen werden brüchig und das Immunsystem wird geschwächt, so das schon leichte Erkrankungen tödlich verlaufen können. Besonders bei Kindern kann die kognitive und physische Entwicklung unumkehrbar beeinträchtigt werden.

Die Welthungerhilfe geht von fast 1 Mrd. Menschen auf der Welt aus, die an chronischem Hunger leiden. Und das alles nur, weil wir in den Industriestaaten mit einer grenzenlosen Ignoranz mit der Devise „nach uns die Sintflut“ leben.

Es ist einfach zu helfen. Es wird nicht sofort alles verbessern was schlecht ist. Aber es wird helfen. Helfen kann jeder einzelne auf vielfältige Weise. Mit Geld, mit Sachspenden, mit Aktionen, mit politischer Einflußnahme. Verbrauchen Sie weniger ökologisch schlechte Produkte. Seien Sie ein besseres Beispiel für Ihre Freunde und Familie. Nur fangen Sie damit an bevor es zu spät ist. Es ist fünf vor zwölf! Und ich habe angefangen zu helfen.

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