I want to believe


Viele Menschen glauben. Einige glauben an Gott, einige an andere Götter und einige sogar an die jeweiligen Lebenspartner.

Außerdem glaube ich an Geld! Und damit stehe ich nicht alleine da. Geld ist eine tolle Sache. Man kann damit einkaufen, Steuerschulden bezahlen, Auftragskiller entlohnen. Man kann darin baden, dafür Banken ausrauben, es nicht riechen. Aber das Beste ist: wie an den Erschaffer der Welt, kann man daran glauben. Man muß es sogar! Denn Geld ist nur Schein und Illusion. Nein der Silberdollar und die Goldmark sind echt. Man kann darauf beißen und der Wert des Materials übersteigt sogar noch den Zahlwert dieser Stücke. Aber die 4000 €, die mir Scheffe jeden Monat auszahlt, sind es nicht. Damit meine ich nicht, dass sich unser netten Sozialstaat da regelmäßig die Hälfte davon direkt holt, bevor es mein Konto erreicht hat. Nein, das Geld auf dem Konto ist nicht da. Dort ist nur eine Zahl und ein paar Nullen. Gelegentlich auch ein Minus, aber nichts anderes.

Man lernt so etwas in der Volkswirtschaftslehre. Ein Beispiel: Ich habe 1000 € bei der S-Bank. Diese brauche ich aber nicht, sondern nur 200 €, der Rest wird gespart. Die S-Bank arbeitet mit dem Geld und gibt es der K-Bank. Vielleicht braucht Herrn Kah ja ein Darlehen. Der hat sein Konto dort. Das Geld braucht er auch noch nicht sofort und so verleiht es die K-Bank an Lieschen Müller. Die bringt es zur M-Bank und so vermehrt sich das Geld auf wundersame Art und Weise. Der Prozeß heißt Geldschöpfung. und das funktioniert nur, solange die Menschen daran glauben, das die Zahl mit den Nullen auch Geld ist. Bargeld gibt es nämlich nur einen Bruchteil davon. Und wenn die Menschen alle auf einmal ihr Geld abheben wollen, gibt es Anarchie und Plünderungen.

Genau dieses könnte uns bevorstehen. Denn es gibt eine Nation in der Welt, die sich um die Welt einen Dreck schert. Die Amerikaner sind ein sehr konsumfreudiges Land. Unter dem Deckmantel der größten Volkswirtschaft der Welt, wurde am Rad der Geldschöpfung gedreht, bis es aus dem Ruder lief. Kaufen, kaufen, kaufen und alles auf Pump. Kredite wurden ausgegeben ohne Sicherheiten zu prüfen. Kostspielige Kriege für Öl und zur Befreiung der Muslims wurden geführt und das Geld wurde knapp. Und dann wollten die Banken das Geld zurück. Aber das war ja gar nicht mehr da und abgesichert war es auch nicht. Banken ohne Geld gehen pleite oder werden für einen lächerlichen Preis vom nächstgrößeren Konkurrenten geschluckt.

Aber jetzt ist etwas passiert: Herr Ackermann (Deutsche Bank) ruft den Staat um Hilfe für die Finanzmärkte auf. Der Staat, also die ganzen dämlichen Steuerzahler, so wie ich einer bin, soll den Banken, die vielleicht anstatt 3 Mrd. nur noch 1 Mrd. Gewinn erwirtschaftet haben helfen?  Mit meinen Steuergeldern soll der Top-Verdienst von Herrn Ackermann & Co gesichert werden? Njet, nicht mit mir. VETO! Ich will stärkere Kontrollen und stärkere auch finanzielle Verantwortung der Missmanager. Und die mittelständische Wirtschaft und die Kleinunternehmen müssen gestärkt werden. Diese bezahlen immerhin das Gros der Arbeitnehmer, also die die dann die Steuerzeche aufgebrummt bekommen. Wenn unsere Firma investieren möchte, will der Bankmanager doppelte bis dreifache Sicherheiten. Es wäre also nett wenn der Staat dort mal etwas unter die Arme greifen würde anstatt mein Geld in die Geldbörse von Ackermann & Co fließen zu lassen. Ich möchte auch wieder an Geld glauben können…

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