Banken sind komisch :-(


und sie unterstützen die Kleinkriminalität.

In unseren Laden kommt regelmäßig der Herr K. einkaufen. Regelmäßig legt er zur Zahlung eine EC-Karte der Sparkasse in K. vor. Und genauso regelmäßig werden die per Lastschrift (das ist die Zahlungsform mit Unterschrift ohne Sperrdateiabfrage) „bezahlten“ Belege von der Bank nicht eingelöst. Für uns bisher kein Problem, schließlich kann man sich ja gegen solche Zahlungsausfälle versichern.

Als netter und rechtschaffender Bürger habe ich heute also mal bei der Bank angerufen und gefragt ob wir irgendwas gegen Herrn K. unternehmen sollen. Schließlich nenne ich so etwas Kartenmißbrauch und das ist strafbar. Wir haben zufälligerweise ein Geschäftskonto bei der gleichen Bank, da sind die Mitarbeiter eher gewillt entsprechende Fragen zu beantworten.

Ich rief also dort an und erzählte der Callcenter Dame von den Vorfällen. Ich nannte auch brav unsere sowie des Kunden Kontonummer, damit die Dame im Computer recherchieren kann. Dann fragte ich, ob ich etwas gegen den Kunden unternehmen solle (Karte einziehen oder Polizei einschalten) Die Dame antwortete, das falle unter das Bankgeheimnis und sie könne mir keine Auskunft geben.

???

Was soll das? Mit etwas Überlegung komme ich dahinter, daß die Bank das mit System macht. Man stelle sich vor, das die Bank einem Kunden ein Konto einrichtet und auch die EC-Karte dazu aushändigt. Sparkassen müssen m.W. jedem! ein Konto geben, der dies wünscht. Der frischgebackene Kontoinhaber weiß sich vor lauter Glück nicht anders zu helfen und kauft fleißig ein bis die EC-Karte raucht. Eine ordentliche Überziehung bewegt die Bank dazu keine weiteren Abbuchungen zu erlauben. Der Kontoinhaber ist jetzt verschuldet und kann wahrscheinlich erstmal nicht die Schulden zurückzahlen. Das vermutetet perfide System der Bank lässt den Schaden jetzt auf andere Unternehmen übergehen. Dem Kunden wird die EC-Karte gelassen. Er kauft mit Lastschriftzahlung ein, die Bank löst die Belege aber nicht ein und das Unternehmen muß jetzt versuchen auf anderem Weg die Zahlung vom Kunden zu erhalten. Wie in den Lastschriftbelegen vermerkt, darf das Unternehmen dazu bei der Bank nachfragen. Das garstige an der Sache ist, das man je nach Bank für die Adressaufkunft zwischen 15 und 30 € Gebühren überweisen muss. 3 € Gebühr wird dem Unternehmen direkt abgebucht, wenn die Rückbelastung erfolgt. Macht 18-33 € für eine einzige nicht eingelöste Lastschrift, die die Bank wieder gutmacht.  Deshalb ist eine Bank wahrscheinlich gar nicht daran interessiert, dem bewußt oder unbewußt kriminell handelnden Kunden das Handwerk zu legen. Und wenn der Kunde sich eine Weile unsichtbar macht, wird ihm auch nichts passieren. Das geschädigte Unternehmen erhält ja nur die Adresse, die der Kunde bei der Bank angegeben hat. Ob diese stimmt, steht dabei auf einem anderen Blatt. Und wenn es schlecht läuft, bezahlen die Unternehmen doppelt: dem Kunden die Ware und der Bank den Schaden, den der gemeinsame Kunde vorher dort verschuldet hat.

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