Ein tiefer Zug


war es als wir den Flughafen verliessen. Ein Geruch der die Erinnerungen an die Zeit vor 3 Jahren wieder weckte. Es ist, wie wenn man an die Küste fährt und dort die salzige Seeluft atmet oder wenn man aus einer Industriegegend kommend in die Wälder fährt. Etwas frisches, anderes das sich wohltuend vom Alltagseinerlei unterscheidet.

Es hat sich einiges getan in Eriwan, Armenien. Vor 3 Jahren kam der Flieger auch nachts an. Als wir damals ausstiegen, war der erste Eindruck ein:“Mein Gott, wo bin ich hier gelandet.“ Wir standen auf dem Rollfeld und mußten eine Treppe in ein altersschwaches Gebäude hinaufsteigen. Wo uniformierten Männer mit den überdimensionalen Tellermützen unsere Pässe kontrollierten, wo geschäftstüchtige Männer die Touristen in ihre Hotels chauffieren wollten, von denen sie Provision erhielten. Naja am Ausgang wartete jemand, der jetzt ein Sireli Tikin ist und das ist auch der Grund, warum wir jetzt wieder in Eriwan sind.

Der Flughafen ist inzwischen top. Alles neu und etwas überdimensioniert für die späte Uhrzeit und die kleine Boing, die uns dort absetzte. Der Einstieg ging über eine Gangway, den Weg dort flankierte aufmerksames und überwiegend höfliches Servicepersonal. Polizei oder KGB oder was auch immer uns vor 3 Jahren erwartete war mindestens gut getarnt oder nicht vorhanden. Naja, die Dame, die die Rechtmäßigkeit des Eigentums der abgeholten Gepäckstücke überwachte könnte vielleicht noch etwas freundlicher werden. Und das der Weg dorthin durch eine Shoppingabteilung geführt wurde zeugt wieder vom Business was allgegenwärtig ist.

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