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Tschüss Facebook

Image representing Facebook as depicted in Cru...

Image via CrunchBase

Liebes Facebook,

lange musste ich nicht überlegen: nachdem ich gelesen hatte, dass du schon wieder eine Schweinerei mit den Nutzerdaten durchführst, stand mein Entschluss fest. Unsere Zusammenarbeit ist mit dem heutigen Tag beendet. Keine neuen satirischen Kommentare, keine lustigen Fotos die du anderen Interessenten und Mitgliedern zeitlos lange vorführen kannst. Keine bloßstellenden Kommentar bei Freunden, die anfangs extrem witzig erscheinen, sich aber im späteren Leben als verhängnisvoll entpuppen können. Keine Infos mehr über mich, meine Familie, Hobbies und Aufenthaltsorte, die du in irgendeiner Weise vermarkten kannst.

Als ich dich vor 2 Jahren kennengelernt habe, warst du noch schick und hipp. Heute sehe ich nur noch, wie du nach Daten gierst, die wohl deinen Marktwert steigern sollen, damit sich dein Chef Mark Zuckerberg jeden Tag den Hintern mit Gold pudern kann. Vor 2 Jahren, die VZ Netzwerke gewohnt, glaubte ich noch, gelöschte Daten bei dir seien gelöscht. Heute weiß ich es leider besser. Ich glaubte auch, das man seine Zustimmung für Vertragsänderungen erteilen muss. Heute weiß ich es leider besser. Und weil ich nicht möchte, durch die unfreiwillig auferzwungene Chronik in Zukunft an irgendwelche Jugendsünden erinnert zu werden, ziehe ich die Reißleine.

Ich werde mein Konto nicht einfach löschen und vergessen. Bei einem Unternehmen wie dir, wäre das zu naiv. Zuoft hat man gehört und gelesen, das solche Daten immer wieder auftauchen. Nein, ich werde mein Konto behalten und kontrollieren. Alle eingegebenen Daten habe ich heute aus meinem Profil gelöscht. Und wenn die wieder auftauchen, werde ich mein Profil mit Lorem Ipsum Statuseinträgen schwemmen und Fakefotos einstellen. Soviel und solange die relevanten Einträge untergegangen sind in einem Meer aus Unbrauchbaren. Auch wenn es schwierig wird: Mich klopfst du nicht weich.

In Hoffnung auf Besserung (ich behalte keine Hoffnung für mich)

 

 

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@Antenne_Koblenz ist jetzt auch bei Facebook

@Antenne_Koblenz FacebookteaserAntenne 98.0 der sympathische Radiosender aus der Region hat es auf Facebook geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

Nur: Wofür braucht ein Radiosender eigentlich Facebook? Ist das nicht ein Medienbruch? Und wofür braucht man das jetzt noch? Die haben eine blitzsaubere Website, einen gut frequentierten Twitter Account und am wichtigsten: Frequenzen für die Radiosendungen.

Facebook hat schon 600-700 Mio Nutzer, die mit ihren mehr oder weniger uninteressanten Selbstdarstellungen langweilen. Und das Schlimme dabei ist: man muss das alles oder nichts konsumieren. Mein Stream quillt über vor Belanglosigkeiten von Menschen, die man nur deshalb eingeschalten hat, um kein wichtiges Update zu verpassen, denn man hat oft mit ihnen zu tun. Als Kommunikationskanal für die wichtigen Menschen im Leben ist Facebook seit der Einführung von Google+ mit seinen Circles sowas von 1999…

Als zusätzlicher Kanal zur Generierung weiterer Konsumenten ist Facebook auch nicht das Non-plus-Ultra. Die Angebotsdichte ist einfach zu groß und zu Mainstream. Es gibt bessere Möglichkeiten, man muss sie nur finden.

Also liebe Antenne, ich höre euch weiterhin gerne zu und verfolge auch mehr oder weniger aufmerksam die Updates auf Twitter. Aber auf Facebook bekommt ihr kein dort aufgezähltes Like von mir. Ich hoffe euch reicht ein imaginäres Like von hier.

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Wie löscht man Farmville

Hallo, mein Name ist Denis und ich bin süchtig! Vor ein paar Monaten habe ich diese Applikation zum ersten Mal gesehen. Es hat mich ein bisschen an Lin-City, einen Sims – Ableger erinnert. Da ich anfangs noch mit dem Aufbau meiner Mafia Familie beschäftigt war, habe ich mich darüber lustig gemacht. Aber dann ist es passiert, ich habe die Applikation bei mir installiert. Ich gab mein beschauliches Stadtleben auf, und wurde Farmer. Ich züchtete Erdbeeren, Sojabohnen, Wassermelonen, Weihnachtssterne, Rosen, pflanzte Bäume, melkte Kühe und sammelte die Eier meiner Hühner. Es wurde eine Sucht! Ich machte mir Gedanken darüber, ob meine virtuellen Erdbeeren verwelken, wenn ich zu einer Party gehe. Ich streichelte regelmäßig meine Tiere, weil dann kleine Herzen von ihnen aufstiegen. Ich mochte die Grunz-Geräusche meiner Schweine und das klingeln der Geldmünzen, wenn ich meine Felder bestellte. Von dem verdienten Geld vergrößerte ich meine Farm mehrfach und rechnete mir schon aus, wann ich mir endlich eine Villa bauen könnte. Ich nutzte sogar die kleinen Tricks, mit denen Felder schneller bestellt werden konnten und ich lud alle meine Mafiosi ein, meine Nachbarn auf der Farm zu werden. Eine glänzende Karriere als Großbauer stand mir bevor. Bauer? Was, um alles in der Welt sollte das? Ich bin Pate einer mächtigen Mafiafamilie!

Dann entdeckte ich es: im Menü Einstellungen > Anwendungs Einstellungen > FarmVille gab es ein kleines Kreuz. Ich klickte es mit der Maus an und zwei oder drei Sicherheitsabfragen später war ich meine Bürde los. Ich brauche jetzt nicht mehr bei Wind und Wetter aufs Land, kann während der Heuschnupfensaison zuhause bleiben und mache meine Schuhe nicht mehr im Kuhstall schmutzig. Und in 73 Tagen ist mein FarmVille Account auch bei Zynga gelöscht und die Rückfallquote wird wahrscheinlich noch weiter sinken.

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