Pünktlich 5 Tage nach Erhalt der Zahlungsaufforderung kam eine Mahnung per E-Mail. Das die Fristen je nach Banklaufzeit recht knapp bemessen sind, hatte ich ja schon mit einem früheren Eintrag, den sie hier finden angemerkt.
Die Abzocker von Melango.de zum Zweiten
Die Zahlungsaufforderung der Abzocker Bande aus Chemnitz ist hammerhart. Zuerst freuen sie sich, das ihr Angebot meinen Zuspruch gefunden hat, dann kommt die Bitte, das Geld für den Rechnungsbetrag an ein Privatkonto eines Geschäftsführers dieser INet Gangster zu überweisen. (weiterlesen…)
Abzocke mit zweifelhaften Wortmarken
Hier der Link auf einen Blogeintrag von Alexandra Graßler über zweifelhafte Abmahnungen.
Web.de kurz vor der Pleite?
Und wieder einmal wird es Zeit für die jährliche Ordensverleihung. Nominiert für de goldenen Abzockerorden mit Schleife ist diesmal web.de. Vor gefühlten 100 Jahren habe ich dort ein E-Mail-Konto eingerichtet. Damals waren Passwörter noch Passwörter und nicht diese 64 stelligen Zeichenketten mit Sonderzeichen. Es ist also verdammt lang her. Ich habe diese E-Mail nur anfangs sehr selten benutzt, danach überhaupt nicht mehr. Allerdings hatte ich eine Weiterleitung eingerichtet, so dass ich über neu eingegangene Post informiert werde. So entdeckte ich voll Erstaunen im November eine Rechnung über eine Web.de Klubmitgliedschaft. Ich habe Web.de sofort mitgeteilt, dass ich keinen Vertrag mit ihnen abgeschlossen habe, andernfalls mögen Sie mir das belegen. Es ging hin und her, bisher habe ich fünf Briefe verschickt und einige E-Mail. Einen Beleg für die vermeintliche Klubmitgliedschaft habe ich noch nicht erhalten, aber dafür heute die Information, dass ein Inkassodienst eingeschaltet wurde. Denkt Web.de das ich mir jetzt vor Angst in die Hose mache und auf den angeforderten Nachweis verzichte? Bekommen die ihr neues Gebäude an der A3 nur bezahlt, wenn sie meine 60 € Jahresgebühr abgezockt haben? Wann kommt das Schreiben des Inkassobüros? Fragen über Fragen-Stay Tuned, auf diesem Kanal werden sie weiter informiert.
Zoff mit der Postbank?
es scheint, als habe Herr Heyl in den letzten Wochen ein paar neue Opfer gefunden. In Kommentaren zu vorherigen Artikeln suchen Betroffene Rat und Hilfe gegen die Liebesbriefe aus Kölle. Ist ja auch klar, der Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank hat in einer Zeit von Turbulenzen in der Finanzwelt nicht genügend Kohle gebracht. Bewunderswert war der Mut zum Schnäppchenkauf trotzdem. Es monopolisiert sich immer schneller…
Zurück zum Problem: Grundsätzlich sei gesagt, Schulden müssen bezahlt werden! Wer regelmäßig Mittwoch Abend RTL schaut, sollte wissen, wie man um diesen Grundsatz herum kommt. Also ausgeglichenen Haushalt, darüber hinaus keine Möglichkeit zum Schuldenabbau -> langer dorniger Weg der Privatinsolvenz (die undornige Möglichkeit wäre Verona Pooth zu heiraten, die wird den Schmarotzer-Franjo ja bestimmt bald abservieren). Oder einfach ab und an mal mit der Hausbank sprechen, der Typ von der Sparkasse wollte sich zuletzt mit der Hälfte der aufgelaufenen Summe, sofort und cash versteht sich, zufrieden geben. Mann jetzt weiß ich auch, warum die Sparkasse so happige Kredit- und Dispozinsen fordert, letztendlich bezahlen diesen Abschlag ja die anderen Kunden mit.
Wenn mir Ingmar-Bjarne Schmidt mitteilt, das Lieschen Müller von mir noch 10 € bekommen will und er die jetzt mal von mir eintreibt, frage ich zuerst ob er denn wirklich von der Liese geschickt wurde. Sonst könnt ja jeder auf Verdacht mal anklingeln (wie die Zeugen Jehovas das allsonntäglich tun) Diese Frage würde ich dem Ingmar-Bjarne natürlich stellen solange er mir seine Faust unter die Nase hält und nicht wenn die schon blutet. Er muß dann schnell zur Liese laufen und sich nen Zettel holen, wo das drauf steht. Wenn er das also ordentlich bestätigen konnte, würde ich mal anfragen, warum er denn 10 € haben will und nicht nur 2 € die mir die Liese seinerzeit gepumpt hat. Jo dann musser das Mädel schon wieder fragen und ist erst mal eine Weile weg. Wenn er dann wieder angekeucht kommt, kriegt er die Tatsache an den Kopp geknallt, das die Liese von mir schon mal einen EURO fürs Kino von mir bekommen hat und das es nicht sein könnte das für den Rest EURO nun 8 weitere fällig sind. Das ist Wucher und vom Gesetzgeber verboten. Es gibt immerhin so einen Paragrafen in dem anderen wichtigen dicken Buch, in dem von Schuldenminimierung die Rede ist. Ich denke mal jetzt ist der Ingmar-Bjarne schon kompromissbereiter und wird mir einen Deal anbieten.
Mahnbescheide kosten viel Geld und können mit einem einfachen “NEIN” abgewiesen werden (wonach es ggf. zu einer Gerichtsverhandlung kommt) In einer Gerichtsverhandlung entscheidet ein Richter und keine Postbank und kein Inkassobüro über die Rechtmäßigkeit und ggf. die Höhe der Schuld. Das kostet alles ein Heidengeld und schon bei einem kleinen Fehler bezahlt die Postbank und nicht der Schuldner diese Summe. Daher scheuen sich Anwälte bei diesen Bagatellbeträgen (wovon ihr Honorar berechnet wird) vor dem Prozess. Einen böse klingenden Brief im PC abzuspeichern ist nicht annähernd so kostspielig und daher wird davon nach Belieben Gebrauch gemacht.
Es ist übrigens auch schon wiederholt vorgekommen, das der Schuldner auch nach vollständiger Zahlung an RA Heyl noch bitterböse Briefe und Zahlungsaufforderungen von diesem erhalten hat. Daher also noch mal mein Rat: Schulden bezahlt man dort wo man sie hat und auch nur soviel wie man Schulden hat.
mega-download.net (direkt von Deinem Konto)
es gibt immer noch Internetuser, die leichtsinnig AGB abhaken, ohne diese gelesen zu haben. Mein Azubi LL wollte sich ICQ downloaden. Muß man haben, wenn man on sein will. Kann man auch kostenlos bekommen. Einfach mal Google losrattern lassen und bei den Ergebnissen auf die linke Seite klicken. Links, nicht rechts. Rechts sind die bezahlten Anzeigen. Und wofür werden Anzeigen für kostenlose Software bezahlt? Richtig: um Geld zu verdienen.
mega-download.net möchte Geld verdienen. Sie bieten Programme zum Download über ihre Seite an, die an vielen Stellen kostenlos zu erhalten sind. Allerdings funktioniert der Download hier nur wenn man vorher seine Daten eingegeben hat und die AGB angeklickt hat. Man bekommt eine Email, die das Webmail-Programm freundlicherweise direkt in den SPAM-Ordner einsortiert. Und nach 2 Wochen, wenn die gesetzlich zugestandene Widerrufsfrist abgelaufen ist, kommt per Email eine Rechnung. Uuuppps!
Tja, lesen hilft! … Vertrag abgeschlossen … Mindestlaufzeit 24 Monate … monatlich 8 € … Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Hui, das hatten wir doch schonmal?! Richtig, nachbarschaft24.net. Die 2.0 Welt ist doch ein Dorf. Abzocker wohnen in Dubai. Muss man wissen, bevor man mit Unternehmen von dort ein Geschäft eingeht. Also wird jetzt wohl das übliche passieren: viele Mahnungen per Email, wenige Mahnungen per Post, Drohungen durch Inkassobüros mit horrenden Geldforderungen. Selber sollte man den Vertrag widerrufen, wegen Inhaltsirrtum anfechten, wegen arglistiger Täuschung anfechten und außerdem kündigen. Das deutsche Recht ist sehr kompliziert. Und ein paar Floskeln mehr in dem Schreiben nach Dubai schaden nicht. Die Betroffenen sollten durchhalten. Ein Mahnbescheid kostet den Abmahner viel Geld und wird wegen der unwahrscheinlichen Erfolgsaussicht bei einem Gerichtsprozess nicht erwirkt. Also einfach das dicke Fell anziehen und die Angelegenheit aussitzen. Und bevor das nächste Mal AGB angeklickt werden, diese bitte durchlesen.
Nachtrag: es scheint als ob die Anzeigen bei den Suchergenissen in Google zu kostenloser Software gelöscht sind, ich habe allerdings nur ein paar wenige Begriffe gesucht.
Il mio nome e Signor Ginelli sono buco del culo
Was ist das für ein Mensch, der seine Kollegen anwaltlich wegen eines vermeintlichen Wettbewerbsverstoßes abmahnen lässt? Flattert mir doch die Tage ein Schreiben auf dem Tisch, in dem ein Rainer Anwalt 700 € nebst Unterlassungserklärung für eine mißlungene Ebay Beschreibung fordert. Sein Auftraggeber ist ein Sporteinzelhändler in Rain, der wohl die sinkenden Absatzzahlen im Sportgeschäft mit Ebayverkäufen aufbessert. Und in uns Konkurrenz wittert. Konkurrenz die keine ist, denn wir verkaufen online keine Sportartikel sondern Mode. Bis jetzt! Darf man den Hund, der einen ans Bein pinkelt treten?
In unserer Auktion war geschrieben, das die Kunden die Teile nicht unfrei zurückschicken sollen. Das ist auch nicht erlaubt und abmahnwürdig, doch haben wir genau eine Zeile darüber einen Passus, das die Kunden eine Freewaymarke für Rücksendungen erhalten. Die Freewaymarke kostet 5,65 €, eine unfreie Sendung 12 €. Durch die Erstattungspflicht für Hinsendekosten mache ich mit jeder Rücksendung Minus, ist es also wirklich so tragisch, wenn ich dieses Minus um 6,35 € pro Paket reduzieren will? Der eingeweihte Ebay Verkäufer kennt die Margen, die aus dem Ebay Geschäft zu ziehen sind. Sie sind molto cattivo, mies und eigenlich den Aufwand nicht wert. Nur muß man ja das Lager leer bekommen, um für neue Saisonware Platz zu schaffen.
Das Fernabgabegesetz ist eine tolle Sache für den Verbraucher. Für den Händler in einer Konkurrenzsituation aber das ganze Gegenteil. Er kann den Verlust bei den Transportkosten nicht mal einfach so auf die Warenpreise aufschlagen. Da sind die Preissuchmaschinen dagegen. Und das Wettbewerbsgesetz samt aktueller Rechtssprechung tut ein Übriges und verwirrt mit Urteilen in diese und in die andere Richtung noch mehr. Jedesmal wenn es einen neuen Richterspruch in dieser Thematik gibt, sollte der aktive Onlinehändler schnellstens seine Angebote nachbearbeiten oder riskiert eine Abmahnung von einem wenig beschäftigen Anwalt. Wie Hyänen lauern sie auf eine Unaufmerksamkeit und beißen zu wenn es möglich ist. Die Gebühren für den anwaltlichen Hinweis auf Fehler im Webangebot sind so happig, das die Lust am Handeln vergeht. Nur, wenn es keine Onlinehändler mehr gibt, wer bezahlt dann die Zehntausende von Paketausträgern in Deutschland. Und was machen dann die ganzen anwaltlichen Schmierlappen? Hartz IV? Mit letztgenannten habe ich übrigens kein Mitleid. Und mit den Signor Ginellis dieser Welt, die Ihren Kollegen eines auswischen wollen ebenso nicht.
Raise of Zombie
Ich dachte schon, mein Freund Ralf Heyl will sich nicht mehr bei mir melden. Nach 6 Monaten erhielt ich endlich wieder ein Lebenszeichen meines Lieblingsanwaltes, der die Deutsche Postbank bei ihren Forderungen unterstützen soll. Er meint ich hätte auf seine vorherige Zahlungsaufforderung nicht oder nicht ausreichend reagiert.
Komisch, dabei hatte ich ihn doch in meiner Antwort im Februar gebeten mir seine Legitimation vorzulegen, wie der Gesetzgeber für Inkassoforderungen im BGB vorschreibt. Keine Legitimation sondern nur ein Standardbrief mit Einschüchterungsfloskeln kam gestern. Ich bin enttäuscht und schmollend werde ich ihm wieder eine unbefriedigende Antwort schreiben.
Herr Heyl ist ein sehr neugieriger Mensch. In der beigefügten Selbstauskunft möchte er gerne wissen, ob ich Grundbesitz, eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag habe. Er ist ja so niedlich, wenn er sich derart gründlich um meine Zukunft sorgt. Ich bin aber ein schlechter Mensch, ich werde sein Wurstblatt abheften oder bei Gelegenheit meinen Allerwertesten damit reinigen.
So dann harren wir mal der Dinge die da angedroht wurden. Mal sehen wann denn der Mahnbescheid ins Haus flattert und was er denn sagt, wenn ich den zurückweise.
to be continued…
Abzocker Postbank
Habe Post bekommen
Ein RA Heyl will von mir 105 EUR haben. Ich hatte mir im Herbst 2005 ein Girokonto bei der Postbank aufschwatzen lassen. Eröffnungsdispo und kostenfrei waren die Schlagworte. Gewartet und gewartet aber nix Dispo bekommen
Naja etwas später habe ich dann gesehen, das die Gebühren abbuchen. Habe mal ins Kleingedruckte geschaut. Kostenfreies Konto nur bei Geldeingang von 1200 EUR per Monat, sonst 5,90 EUR (im Vergleich dazu: mein Sparkassenkonto kostet 0 EUR bei 200 EUR Durchschnittsguthaben oder eingeräumten Dispokredit). Habe ich also schnell per TAN-Mitteilung geschrieben, das ich das Konto kündige. Das war im Januar 2006. Im Herbst schreibt mir die Postbank dann, das sie einen Kontoausgleich haben wollten, Kontostand ist 59 EUR im Soll. Wie Bitte? Ich hatte doch gekündigt! Nix da, mein Schreiben haben die so beantwortet, das Kündigungen nur schriftlich erfolgen können. Konto ist aufgelöst, inzwischen waren die Kosten bei 75 EUR. Ich habe der Post dann erst mal geschrieben, das ich die Gebühren nicht nett finde, ich also erstmal die 5,90 bezahle und um Ihr Verständnis für meine Ablehnung der ganzen Forderung bitte. Sie sollten mir mitteilen, wenn Sie den Rest auch noch wollen. Mitteilung von der Post kam nicht, dafür aber von Accredis einem Inkassobüro. Ohne Vollmacht und mit einem Wert, der nicht der Postbankforderung entsprach. Laut BGB muß ich niemanden etwas bezahlen, der keine Vollmacht vorlegen kann. Also habe ich mal die ausstehenden Kontoführungs-Gebühren auf das Postbankkonto überwiesen. Die mehr als 50 EUR Inkassogebühren natürlich nicht. Dafür
kam jetzt ein Brief von Herrn Heyl. Der will die 50,- EUR und ausserdem noch einmal soviel für seine Tätigkeit. Lustig nicht?
Die Postbank kriegt dafür den Goldenen Abzockerorden mit Schleife.
To be continued…