Archiv | Allgemein RSS feed for this archive

Spiele nicht mit deinem Essen!

Die Milchbauern kündigen einen Lieferstopp an, um höhere Milchpreise von den Molkereien zu erhalten. Anstatt wie bisher 27 ct fordern sie 40 ct je Liter Milch. Die Milch, die jetzt nicht verwertet wird, wird teilweise an Kälber verfüttert zum größten Teil aber in die Gülle geschüttet.

Was hatten die für eine Erziehung? Meine Mutter hat mir früher gesagt, ich solle nicht mit meinem Essen spielen. In vielen Ländern der Welt sterben Menschen insbesondere Kinder an Unterernährung und die deutschen Bauern schütten Milch in die Gülle? Wie vermittelt man der mündigen Bevölkerung soetwas? Bauern haben jetzt ein Problem: ihr Ansehen wird sinken weil sie als geldgeil und geizig gelten.

Aber warum? Bauern denken nur bis zu ihrer Brieftasche, aber nicht darüber hinaus. Innovationen und neue Ideen haben sie nur beim Kauf großer Traktoren und Maschinen. Weiter lassen sie sich schlecht vertreten: wie kann es sein, das sie Milch für 27 ct abgeben und der Verbraucher auch 1,19 EUR dafür bezahlt. Der Verbraucher zahlt für gute Produkte auch gutes Geld. Man muß es ihm nur vermitteln. In ländlichen Gemeinden gibt es noch Selbstvermarktung: die Bauern vertreiben ihre Produkte direkt an den Kunden ohne die auch verdienen wollenden Zwischenhändler. Produkte aus der Region gewinnen stetig an Zuspruch, wenn diese auf irgendeine Art veredelt sind (Bio) noch mehr.

Nur braucht es dafür ein Umdenken hin zu selbständigem Unternehmertum. Und das sollte schnell erfolgen, denn wer Milch in die Gülle schüttet, der überfährt mit seinem Traktor auch kleine Kinder. Und solche Leute haben keine Lobby.

Hinterlasse einen Kommentar

Seid nicht traurig Engel…

… die Schuld trägt Otto von Bismarck. Was wären das für glorreiche Grand Prix Zeiten geworden, wenn, ja wenn Deutschland immer noch in 300 + Kleinstaaten geteilt wäre. Mann stelle sich vor: 300 mal Germany 12 points. Die Dimas, Marijas und Helenas würden vor Neid gelb werden, wenn sich die Deutschen auch mal gegenseitig ordentlich die Punkte zuschustern könnten.

Der Eurovision Song Contest gerät immer mehr zur Farce. Es zählt nicht der beste Song, sondern die Frage in wievielen Staaten leben Voter mit der gleichen Nationalität wie der Sänger. Die Balkan Länder schieben sich gegenseitig Punkte zu. Die Iberer und die Nordeuropäer machen das gleiche. Rußland sendet seine Staatsbürger in alle Länder der EU, die vorher nicht der UDSSR angehört haben, um seine Chancen zu vervielfachen. Das kleine Armenien tarnt seine Agenten als Wirtschaftsflüchtlinge und hat dabei die erprobte Technik der Griechen und Türken vervollkommnet.

So gewinnt denn eine durchschnittliche Performance eines Teenie-Idols. Die Beiträge, die wirklich unter die Haut gehen, landen abgeschlagen auf den Plätzen. Und das wird leider so weitergehen bis wieder eine Jury die Wertung übernimmt. Und damit geht dann das öffentliche Interesse wieder gegen Null. Es muß eine andere Lösung gefunden werden, um die Wertungen gerechter zu gestalten. Das die Stimmen eines großen Landes anders gewichtet werden, als die Stimmen aus Andorra, Malta und San Marino. Aber das wird die Zeitung mit den 4 dicken Buchstaben morgen sowieso erklären :)

Meine persönliche Wertung sieht so aus:

  1. Israel
  2. Serbien
  3. Finland
  4. Ukraine
  5. Aserbaidschan
  6. Armenien
  7. Deutschland
  8. Rußland
  9. Kroatien
  10. Türkei
Hinterlasse einen Kommentar

Computer sind komisch

ich habe unseren neuen Kassencomputer gestartet, das Kassenprogramm geladen und einen Kassiervorgang durchgeführt. Im Kundendisplay wurde eine Willkommensmeldung angezeigt, dann der Artikel samt Preis und zum Schluß die Summe und das Wechselgeld. Ein alltägliches Bild im Kundenverkehr. Aber: der Computer stand auf meinem Arbeitsplatz weil ich ihn einrichten sollte. Bis auf das Kundendisplay hat das auch funktioniert. Das Display jedoch hat kryptische Zeichen abgebildet und so konnte die Kasse nicht verwendet werden. Ich habe mich nicht an irgendeine höhere Macht gewandt, ich habe niemanden bestochen und Zugang zu diesem Arbeitsplatz haben auch nur Nichteingeweihte. Warum hat das heute ohne Probleme geklappt?

Hinterlasse einen Kommentar

Familie A. aus D. hat Schulden sagt Herr Z. aus B. an der S.

Die Welt ist doch noch rund und dreht sich. Böse Menschen gibt es nur in D. oder bei RTL. Nach der heutigen Sendung habe ich wieder Hoffnung. Die absolute Prollfamilie A. kümmert sich einen Scheiß um Geld und Forderungsbriefe. Die Frau vom Typ Oberschlampe macht minütlich ihren erst vor 2 Jahren angetrauten Gemahl an, raucht dabei wie ein Braunkohlekraftwerk in der DDR und lässt ihren Stubenköter an dem kleinen allergiekranken Kind rumlecken. Der Mann ist ein Jobnomade, was durch etwa 40 Jobs in 3 Jahren belegt ist. Außerdem kümmert er sich nicht um den Haushalt. Und beide zusammen machen Schulden! Kaufen eine maßgefertigte Küche von Vorwerk für 18.000 € und nach einem 1/2 Jahr hat das gute Stück einen Umzugsschaden und muß in den Keller. Und dann haben sie zusammen mindestens weitere 50.000 € Miese. Davon über 20.000 bei Telefongesellschaften. Sie rufen mittellaut um Hilfe. Und Herr Z. hört.

RTL Sendung Raus aus den Schulden

Mein Gott, so viel Scheiß kann doch nicht wahr sein! Oder? Chaos hoch 3 in den Finanzen, keinen Plan und keine Motivation aus der Misere rauszukommen und gegeneinander anfetzen. Wurde erwartet, das Herr Z. mit den Fingern schnippst und akrakadabra murmelt, das danach die Schulden weg sind und wieder neu und fleißig geshoppt und telefoniert werden kann? Das ist zuviel des Guten. Herr Z. gibt auf. Und ich habe wieder Hoffnung.

p.s. Was das mit den As und Ds und Zs soll? Naja bei RTL wird Wert auf die Privatsphäre gelegt. Sie erwähnen nur den Straßennamen, wo die As vorher gewohnt haben, lassen beiläufig einfließen, das die neue Straße nur 3 Blocks weiter ist und filmen regelmäßig nur den Hauseingang mit der Nummer 10. Familie A. soll ja schließlich keine ungebetene Besucher bekommen.

Hinterlasse einen Kommentar

Gesundheitsbewußte Nichtraucher kosten unser Geld

Es ist amtlich: eine niederländische Studie hat nachgewiesen, das gesundheitsbewußte Nichtraucher, den Kranken Kassen etwa 15-30% höhere Kosten verursachen als die übergewichtigen und rauchenden Pedanten. Der Einspareffekt ergibt sich aus der geringeren durchschnittlichen Lebenserwartung im Rentenalter. Nicht zu vergessen sind auch die sprudelnden Quellen aus Tabak- und Umsatzsteuer, die diese garstigen Nichtraucher ebenfalls nicht bedienen.

Hmm, sollte der Staat doch darüber nachdenken, ob die Hürden für Raucher zu senken sind? Vielleicht könnten ja beschlagnahmte vietnamesische Schmuggelzigaretten kostenfrei an Minderjährige abgegeben werden, um das Suchtpotential auszubauen. Ein bissi Hasch für die Größeren vielleicht? Soll ja noch schädlicher sein. Dann können die Kassen sparen und wir sparen uns die Kassenreform. Und vielleicht noch 15-30% des Kassenbeitrages…

Hinterlasse einen Kommentar

Hunger

wir haben ein Problem: Menschen in vielen Ländern der Welt erleiden Hunger. Das Problem ist nicht neu, aber es vervielfacht sich derzeit. Schuld daran haben wir, die Menschen in den Industriestaaten. Wir haben mit unserer Subventionspolitik – dem Verbilligen unserer eigenen Nahrungsmittel bis in den Export – bewirkt, das sich die Nahrungsmittelproduktion in den Agrarländern der “Dritten Welt” verringert hat. Wir haben mit der Idee, biologische Treibstoffe zu verwenden, bewirkt, das Ackerflächen in der “Dritten Welt” zum Anbau von Ölprodukten umfunktioniert wurden. Wir haben bewirkt, das durch die Abholzung von Regenwäldern, die Erde ihrer natürlichen Schutz verliert, was die Erwärmung und Veränderung des Klimas und damit die Verwüstung weiter Landstriche begünstigt. Wir haben mit dem Drang nach schnellen Geld an der Börse durch Spekulationen den Anstieg der Lebensmittelpreise bewirkt.

Wir, die Menschen der Industriestaaten tun unser Schlechtestes, um die Welt die wir kennen zu zerstören. Wir leben auf Kosten anderer Menschen, auf Kosten von Menschen in der “Dritten Welt”. Und wir müssen damit aufhören, um Schlimmeres zu verhindern.

Hunger ist ein sehr unangenehmes Mangelempfinden. Es passiert nicht im Magen, sondern im Hypothalamus im Zwischenhirn. Ständiger Hunger bewirkt eine Abnahme des Muskelgewebe und der Fettzellen, er bewirkt Stress, Aggressionen, Depressionen, Schlafstörungen. Menschen mit Hunger werden antriebslos und verlieren ihre Konzentrationsfähigkeit. Ihre körperlichen und geistigen Aktivitäten werden eingeschränkt, ihre Knochen werden brüchig und das Immunsystem wird geschwächt, so das schon leichte Erkrankungen tödlich verlaufen können. Besonders bei Kindern kann die kognitive und physische Entwicklung unumkehrbar beeinträchtigt werden.

Die Welthungerhilfe geht von fast 1 Mrd. Menschen auf der Welt aus, die an chronischem Hunger leiden. Und das alles nur, weil wir in den Industriestaaten mit einer grenzenlosen Ignoranz mit der Devise “nach uns die Sintflut” leben.

Es ist einfach zu helfen. Es wird nicht sofort alles verbessern was schlecht ist. Aber es wird helfen. Helfen kann jeder einzelne auf vielfältige Weise. Mit Geld, mit Sachspenden, mit Aktionen, mit politischer Einflußnahme. Verbrauchen Sie weniger ökologisch schlechte Produkte. Seien Sie ein besseres Beispiel für Ihre Freunde und Familie. Nur fangen Sie damit an bevor es zu spät ist. Es ist fünf vor zwölf! Und ich habe angefangen zu helfen.

Hinterlasse einen Kommentar

Frühlingsimpressionen


Es ist Anfang April, es ist Frühling in Koblenz: die Bäume blühen, die Vögel zwitschern und es liegt Schnee…

Blick vom Balkon

Hinterlasse einen Kommentar

Hurra, er ist endlich da

. Kannst Du ihn sehen? Dann guck noch mal nach links <- Na, gefunden? Den ersten Punkt? Ja, jetzt fehlen nur noch 9 und dann ist die Website endlich auf einem Level mit Google, IBM und der unsäglichen Firma aus Redmont. Nur noch 9 und dentier.net hat einen Pagerank wie die Großen der tollen Cyberworld. Bis dahin muss Dentier aber noch fleißig bloggen. Guck doch mal wieder vorbei…

Hinterlasse einen Kommentar

Das Googlorakel weiss alles

während Sindbad noch die entlegene Insel Lemuria aufsuchen mußte, um eine Information zu erhalten, hat es der geneigt User heute ungleich einfacher. Er tippt in seinen Webbrowser das Wort google oder hat die Suche vielleicht sogar schon in der Symbolleiste integriert. Egal was man sucht, Google findet alles. So geschehen auch dem Dentier. Dieses hat sich regelmäßig über die neuen Social Networks gefreut, in der Hoffnung verschollene Freunde wiederzufinden. Es suchte und suchte aber ward nicht fündig. Eher unbewußt in Google eingegeben, war das gewünschte Ergebnis in wenigen Sekunden aufgetaucht, sogar mit bislang unbekannten Details: tolle neue Cyberworld.

Google weiß alles, was Google nicht weiß, das gibt es nicht. Zumindest nicht im Web. Jeder der dort aktiv wird, hinterlässt Spuren und die werden gefunden. Manchmal werden wir uns darüber freuen, aber wirklich nur manchmal…

Hinterlasse einen Kommentar

Eine Lanze für Zahlemann und Söhne

Er sagt, er habe eine negative Bewertung bei eBay erhalten. Er versteht das nicht, denn der Kunde hat die Ware 2 Tage nach Gelderhalt bekommen. Und außerdem kann das ja gar nicht sein, das die Kunden wissen müssen, woher sie die Ware abholen könnten. Es sind inzwischen auch 3000 positive Bewertungen, also kann der Service ja gar nicht schlecht sein. Der Kunde hat ebenfalls eine schlechte Bewertung erhalten, weil er schlecht bewertet hat.

Hmm schlechte Wertungen haben einen Grund, meistens steht der im Kommentar. Aha, der Kunde bemängelt, keinen Kontakt und keine Antwort auf seine Anfrage. Er hat 10 Tage vorher per Email angefragt, ob er die Ware selbst abholen könnte, der Portobetrag entspricht ja 20% des Kaufpreises und in den Verkaufsbedingungen wurde es wahlweise angeboten. Er hat keine Antwort bekommen. Es war kurz vor Weihnachten, die Zeit drängte. Also hat er den Kaufpreis sowie das Porto überwiesen und 2 Tage später die Ware per Post erhalten. Auch wenn er wahrscheinlich mehrmals in diesen Tagen an dem Verkaufspunkt vorbeigekommen ist.

Interessant ist auch, das eigentlich nur 1000 Bewertungen im letzten Jahr dazugekommen sind. Die Anzahl der verkauften Artikel war ungleich höher. Warum bewerten die restlichen Kunden nicht? Weil sie sich nicht ihr eigenes Bewertungsprofil ruinieren wollen? Mensch sind die Kunden heutzutage undankbar. Anstatt sich über das gemachte Schnäppchen zu freuen, stellen die noch Ansprüche.

Naja kann man so und so sehen. Mein Gesprächspartner denkt anders als ich. Da geht es um das einfach verdiente schnelle Geld im Discountstil. Aldi und Lidl lassen grüßen, sprechen ist nicht mehr. Dann kann den Versand auch eine Billiglohnkraft aus den neuen EU Ländern übernehmen. Verdienen tut man ja eh kaum was.

Kundenservice ist leider mancherorts ein Fremdwort. Schade eigentlich. Das Internetgeschäft ist der Markt der Zukunft. Jetzt kann man sich positionieren, irgendwann wird der Markt abgeschöpft sein, bei dem ganzen Potential was derzeit dorthinein drängt. Preisvergleiche gibt es genügend. Billig absetzen kostet Umsatz. Es gibt genug Anbieter, die den eigenen Preis unterbieten können.

Also was geht dann noch? Richtig, das Schlüsselwort ist Service! Ich persönlich merke mir die Läden in denen ich wie ein tiefergelegenes, auf der Rückseite befindliches Körperteil behandelt werde. Diese Läden meide ich danach wie die Hölle. Meine Freunde auch. Das Internet ist herrlich anonym. Hier kann man dem unbedarften Gegner leicht in die Rippen boxen, ohne das dieser es bemerkt. Außer am Umsatz natürlich. Weblogs sind sehr Suchmaschinenfreundlich. Probier es doch einfach mal aus :-)

Kundenservice ist einfach und macht Spaß. Mir jedenfalls. Eine Antwort auf eine E-Mail Anfrage schafft Nähe und Vertrauen. Vertrauen lohnt sich. Ich habe auch mal Waren versteigert. Auf 1800 positive Bewertungen habe ich es dabei geschafft. Negative waren dort nicht dabei. Aber es waren auch viel mehr positive Bewertungen als die gezählten. Viele wurden nämlich gar nicht gezählt, weil Sie von den gleichen Absendern stammten. Vertrauen lohnt sich.

Hinterlasse einen Kommentar
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 154 other followers