Eine Produktbeschreibung aus dem WWW
Ich möchte das gerne an dieser Stelle teilen. Vielleicht wisst ihr ja, was der Autor damit sagen möchte:
Limited Edition! Mach die Straße zu Deinem Pflaster – mit dem <Produkt>! Stabiler Street Sneaker in edlem Style und begrentrer Auflage. <Produkt> ist ein Modell aus der Street-Serie von <Firma>. Diese Kategorie reflektiert die Attitüde urbaner amerikanischer Städte und damit die Homebase von <Firma>. Die Träger dieser Schuhe sind neugierig auf Trends und den American Urban Lifestyle.
p.s. die Variablen habe ich eingefügt…
Ein Held verfolgt mich …
Seit heute folgt mir ein wahrer Held. Er war schon auf dem Elbrus (das ist der höchste Berg Europas), war viel mit dem Fahrrad unterwegs und hatte auch mal was mit Schiffen zu tun. Nur: wat will der von mir?
Abzocke mit zweifelhaften Wortmarken
Hier der Link auf einen Blogeintrag von Alexandra Graßler über zweifelhafte Abmahnungen.
Immer druff auf die Shopbetreiber
Neulich habe ich eine E-Mail bekommen: Frau XXX teilt mir mit, dass meine Widerrufsbelehrung nicht gesetzeskonform sei. Die Rücksendekosten müssen immer erstattet werden, wenn die gekauften Artikel mehr als 40 € kosten. Unterzeichnet mit Volljuristin. Sie gibt mir den kostenlosen juristischen Rat meine Widerrufsbelehrung zu ändern.
Vielen Dank Frau Volljuristin. Wie sie vielleicht nicht wissen, verwende ich die vom Bundesministerium für Justiz vorgeschriebene Erklärung. Diese ist abmahnsicher. Ich gebe Ihnen an dieser Stelle den kostenlosen Rat sich noch einmal den Gesetzestext und die aktuellen Erläuterungen dazu durchzusehen, bevor sie einen juristischen Rat erteilen. Es ist nämlich sehr fahrlässig vom empfohlenen Text abzuweichen, die Damen und Herren Ihrer Zunft warten mit Freuden, diesen durch das Gesetzes Towuhabou verursachten Wirrwar kostenpflichtig abzumahnen.
Im Palandt 2009 steht in R6 zu Paragraph 357, das die Erstattung der Rücksendekosten vom Wert der zurückgesendeten Ware abhängig ist. Der Gesetzgeber hat dies so geregelt, um missbräuchliche Mehrbestellungen zu sanktionieren. Es kann schließlich nicht angehen, dass die ohnehin schon gebeutelten Shopbetreiber mit weiteren Mehrkosten gebeutelt werden.
Ihr Kinderlein kommet
aber gehet auch bald.
“Armes Deutschland!” hat sie gesagt, die Dame aus dem Kindergarten. Unser kleines Wutsch ist schon sooooo groß. Schon 2 Jahre und 3 Monate! Immer nur Mama und abends ein bissi Papa kann ganz schön langweilig sein für so große Racker. Tipa ist meistens nur noch naß und kalt, also haben Mama und Papa gemeint, sie müßten den kleinen Lingel in einen Kindergarten geben. Mindestens aus sozialen Gründen. In der Gruppe lernt es sich nun mal besser und wenn die Kinder alle im Kreis auf dem Töpfchen sitzen, klappt das auch mit dem Häufchen. So war es zumindest bei Papa früher und beim Cousin Mosi auch. Aber der wohnt im Osten. Da fließt zwar kein Milch und Honig in den Bächen, aber Kinderbetreuungsplätze gibt es dort deutlich mehr als im schönen Kowelenz.
Als Nichtautofahrer müssen wir die Wegezeiten berücksichtigen. Es gibt 3 Kindergärten zu denen wir fußläufig nur 15 min Weg haben. Mit Lingel also eine knappe halbe Stunde. Zwei davon nehmen nur halbtags Kinder ab 3 Jahren und fallen damit leider erst mal weg. Der dritte Kindergarten bietet Ganztagesbetreuung und das schon für zweijährige Kinder. Leider ist der Zugang schwer eingeschränkt. Wir stehen jetzt immerhin auf einer Warteliste an Position 75. Da alleinerziehende Eltern bevorzugt werden, kann es also noch einige Zeit dauern, bis Lingel sich mit anderen Kindern über Sinn und Unsinn von Eltern unterhalten kann.
Kinderbetreuung ist ein ganz heikles Thema im Westen der Republik. Elternteile, traditionell Mütter, werden nach der Geburt von Kindern mindestens 3-6 Jahre aus dem Alltag herausgerissen, da sie sich dann hauptsächlich um Kinder zu kümmern haben. Und selbst wenn das Kleine dann im Kindergarten ist, bei Öffnungszeiten von 8 – 13 Uhr fällt eine Weiterbeschäftigung im erlernten Beruf danach häufig ins Wasser. Wie soll eine Verkäuferin während der üblichen Ladenöffnungszeiten ein Kind aufziehen? Und wie findet man wieder einen Einstieg in den Beruf nach den 6 Jahren? Einzelhandel mag noch gehen, aber im Geschäftsleben findet solch dynamischer Wandel statt, das man/frau wieder bei Null beginnen muß. Lässt sich das alles mit eingeschränkten Finanzen bewältigen? Ein Kinderwunsch trifft junge Familien finanziell besonders hart. Grade in einer Zeit in denen die Wünsche noch größer sind als das Einkommen, wenn Eigenheime immer begehrlicher werden und Autos immer teurer? Es ist durchaus erklärbar, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland schrumpft.
Das Leben hat sich gewandelt, die Politik hat das nur noch nicht mitbekommen.
Pustekuchen
Das Wutsch ist 2 Jahre und es ist Zeit für ein paar Veränderungen. Nein keine Panik: Bier holen soll es noch nicht, das bekomme ich selber hin. Aber es könnte langsam mal aufhören, die Müllberge anwachsen und die Gletscher schmelzen zu lassen.
Schwesterherz sagt: “blabla, Meiner war schon mit 1 Jahr trocken. blabla”
Tante Ajo sagt etwas auf armenisch, was ich nicht verstehe aber Fraudentier fasst zusammen: dort werden Kinder auch schon früh trocken gelegt mit Hilfe einer speziellen Töpfchen kacken animierenden Grifftechnik.
Hmm also Mäxchen auf’s Töpfchen. Ergebnis? Pustekuchen! Außer ein bischen Zufallsgepiesel und 3 Minihäufchen kommt binnen 6 Monate nix zustande. Inzwischen sogar eher weniger als vor diesen Monaten. Dabei versuchen wir 3-4 mal täglich den Gang aufs Miniklo. Höhepunkt Sonntag: Papa ist zu Hause und überwacht den ganzen Vorgang: Nach jeder Mahlzeit Mäxchen aufs Töpfchen, schön dazu gesetzt und mit gespielt. Autos und Bücher geholt. Nur gebracht hats nix. Kein noch so herausgequetschtes Tröpfchen und erst recht kein A-a landen am Bestimmungsort. Wiederholte Nachfragen, sogar mit Androhung drakonischer Strafmaßnahmen im Zuwiderhandlungsfall werden regelmäßig verneint.
Und dann passiert es: grade saßen wir noch auf dem Topf, Papa hatte beim Aufstehen noch gefragt, ob es wirklich nicht muß. Kaum war die Windel oben, sagt Fraudentier: “Hmm was stinkt hier denn so?” Böses Wutsch. Papa hat dich gar nicht mehr lieb!
Spiele nicht mit deinem Essen!
Die Milchbauern kündigen einen Lieferstopp an, um höhere Milchpreise von den Molkereien zu erhalten. Anstatt wie bisher 27 ct fordern sie 40 ct je Liter Milch. Die Milch, die jetzt nicht verwertet wird, wird teilweise an Kälber verfüttert zum größten Teil aber in die Gülle geschüttet.
Was hatten die für eine Erziehung? Meine Mutter hat mir früher gesagt, ich solle nicht mit meinem Essen spielen. In vielen Ländern der Welt sterben Menschen insbesondere Kinder an Unterernährung und die deutschen Bauern schütten Milch in die Gülle? Wie vermittelt man der mündigen Bevölkerung soetwas? Bauern haben jetzt ein Problem: ihr Ansehen wird sinken weil sie als geldgeil und geizig gelten.
Aber warum? Bauern denken nur bis zu ihrer Brieftasche, aber nicht darüber hinaus. Innovationen und neue Ideen haben sie nur beim Kauf großer Traktoren und Maschinen. Weiter lassen sie sich schlecht vertreten: wie kann es sein, das sie Milch für 27 ct abgeben und der Verbraucher auch 1,19 EUR dafür bezahlt. Der Verbraucher zahlt für gute Produkte auch gutes Geld. Man muß es ihm nur vermitteln. In ländlichen Gemeinden gibt es noch Selbstvermarktung: die Bauern vertreiben ihre Produkte direkt an den Kunden ohne die auch verdienen wollenden Zwischenhändler. Produkte aus der Region gewinnen stetig an Zuspruch, wenn diese auf irgendeine Art veredelt sind (Bio) noch mehr.
Nur braucht es dafür ein Umdenken hin zu selbständigem Unternehmertum. Und das sollte schnell erfolgen, denn wer Milch in die Gülle schüttet, der überfährt mit seinem Traktor auch kleine Kinder. Und solche Leute haben keine Lobby.
Seid nicht traurig Engel…
… die Schuld trägt Otto von Bismarck. Was wären das für glorreiche Grand Prix Zeiten geworden, wenn, ja wenn Deutschland immer noch in 300 + Kleinstaaten geteilt wäre. Mann stelle sich vor: 300 mal Germany 12 points. Die Dimas, Marijas und Helenas würden vor Neid gelb werden, wenn sich die Deutschen auch mal gegenseitig ordentlich die Punkte zuschustern könnten.
Der Eurovision Song Contest gerät immer mehr zur Farce. Es zählt nicht der beste Song, sondern die Frage in wievielen Staaten leben Voter mit der gleichen Nationalität wie der Sänger. Die Balkan Länder schieben sich gegenseitig Punkte zu. Die Iberer und die Nordeuropäer machen das gleiche. Rußland sendet seine Staatsbürger in alle Länder der EU, die vorher nicht der UDSSR angehört haben, um seine Chancen zu vervielfachen. Das kleine Armenien tarnt seine Agenten als Wirtschaftsflüchtlinge und hat dabei die erprobte Technik der Griechen und Türken vervollkommnet.
So gewinnt denn eine durchschnittliche Performance eines Teenie-Idols. Die Beiträge, die wirklich unter die Haut gehen, landen abgeschlagen auf den Plätzen. Und das wird leider so weitergehen bis wieder eine Jury die Wertung übernimmt. Und damit geht dann das öffentliche Interesse wieder gegen Null. Es muß eine andere Lösung gefunden werden, um die Wertungen gerechter zu gestalten. Das die Stimmen eines großen Landes anders gewichtet werden, als die Stimmen aus Andorra, Malta und San Marino. Aber das wird die Zeitung mit den 4 dicken Buchstaben morgen sowieso erklären
Meine persönliche Wertung sieht so aus:
- Israel
- Serbien
- Finland
- Ukraine
- Aserbaidschan
- Armenien
- Deutschland
- Rußland
- Kroatien
- Türkei
Computer sind komisch
ich habe unseren neuen Kassencomputer gestartet, das Kassenprogramm geladen und einen Kassiervorgang durchgeführt. Im Kundendisplay wurde eine Willkommensmeldung angezeigt, dann der Artikel samt Preis und zum Schluß die Summe und das Wechselgeld. Ein alltägliches Bild im Kundenverkehr. Aber: der Computer stand auf meinem Arbeitsplatz weil ich ihn einrichten sollte. Bis auf das Kundendisplay hat das auch funktioniert. Das Display jedoch hat kryptische Zeichen abgebildet und so konnte die Kasse nicht verwendet werden. Ich habe mich nicht an irgendeine höhere Macht gewandt, ich habe niemanden bestochen und Zugang zu diesem Arbeitsplatz haben auch nur Nichteingeweihte. Warum hat das heute ohne Probleme geklappt?