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Invasion der Nepper… WARNUNG vor FAHRSCHULQUIZ

Ich habe ja schon vorher über die Nepper bei nachbarschaft24 geschrieben. Heute purzelt mir doch glatt eine neue Nepper E-Mail ins Postfach. Saari, mein 2005 Azubi wird darin zur Führerscheinprüfung gebeten.  Der Betreff: Persönliche Vorladung zur Fahrprüfung für … klingt offiziell und wichtig. Pactus AG in der Schweiz. Das mit den hübschen Web 2.0 Seiten kennen wir auch schon. Das die Firma direkt 96 € für die Leistung haben will und auch bei Widerruf einen Wertersatz fordert ist das Übel auf das hoffentlich nicht allzuviele Empfänger dieser SPAM Mails hereinfallen werden. Im Zweifel nach Registrierung sofort widerrufen und den Widerruf dokumentieren (abspeichern), KEIN Geld bezahlen, auf Anwaltsdrohungen etc. nicht reagieren und die höchst unwahrscheinlichen Mahnbescheide zurückweisen.

Lasst euch nicht verarschen! Ein Blick in die AGB hilft! Immer!

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Wie blöd sind deine Nachbarn? nachbarschaft24.net

Sorry, das ist jetzt keine ernstgemeinte Frage, die sich an Deine Nachbarschaft richtet. Nicht an meine noch an irgendwelche anderen Nachbarn. Ich mag Nachbarn. Meistens sind sie nett und höflich und zeigen mich nicht bei Polizei oder Vermieter an.

Heute hatte ich eine E-Mai in der Post: “Hallo, jemand hat nach dir gesucht und wollte dir eine Nachricht hinterlassen, um mit dir Kontakt aufzunehmen. Du kannst jetzt sehen, wer sich für dich
interessiert: xxx Erfahre, was in deiner Nachbarschaft alles passiert. Finde schnell und einfach heraus, was deine Nachbarn so machen und wer aus deiner Umgebung angemeldet
ist.”

Als neugieriger Mensch habe ich mal auf den Link, der hinter der Nachricht zu finden war geklickt. Mein Browser öffnete sich und eine nett gestaltete Web 2.0 Seite war zu sehen. Rechte Seite: “Suche nach Mitgliedern in deiner Nachbarschaft. Gebe dafür deine Kontaktdaten ein.” Naja, tippte ich also meine Strasse und Hausnummer sowie die Postleitzahl ein (Ort erschien automatisch) Suche starten. Mist, ohne Zustimmung der AGB darf ich mich nicht anmelden, Geburtsdatum und E-Mail wollen die auch noch. Mindestalter 16 Jahre. Mindestalter? Wofür braucht denn eine Webseite ein Mindestalter? Da war doch was!

Pornografie? Nee, da muß man 18 für sein. Geschäftsfähigkeit? Beschränkt ab 14 und voll ebenfalls mit 18. Naja dann musste ich wohl doch die AGB mal lesen, anstatt die einfach nur ab zu haken. Erst lesen ist besser, lernte ich nach dem Studium derselben. Verantwortlich für die Seite war ein Unternehmen aus Dubai. Also ziemlich weit weg. Das Servicecenter für den deutschen Sprachraum war in Ascona, Schweiz, zu finden. Beides Orte, die von der deutschen Rechtssprechung so weit weg sind, wie Marco (17) in Antalya. Weiter im Text, die AGB sind so heftig, das ich die tollsten Passagen mal wiedergebe:

  • Mir seiner Anmeldung (Registrierung) erkennt der Nutzer an, dass er vollumfänglich für alle Aktivitäten, die über seinen Account ausgeübt werden, verantwortlich ist.
  • Einen Gewährleistung der tatsächlichen Identität eines Nutzers durch nachbarschaft24 wird nicht übernommen.
  • Auch im Falle eines Missbrauchs durch weitere Nutzer ist der registrierte Nutzer verantwortlich.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nachbarschaft24 nicht nutzen. – Aha also doch! Da war das auf der Einstiegsseite also nur ein Druckfehler
  • Der Vertrag für die Dienstleitung/den Service von nachbarschaft24 ist auf zwei Jahre begrenzt. Die Teilnehme verlängert sich im Anschluss automatisch um zwei weitere Jahre, wenn der Nutzende nicht fristgerecht, einen Monat vor Ablauf des Vertrages, schriftlich (per Brief) kündigt.
  • nachbarschaft24 behält sich das Recht vor, beim Vorliegen wichtiger Gründe den User-Account umgehend und ohne vorherige Ankündigung zu sperren und gegebenenfalls sogar gänzlich zu deaktivieren. In diesem Fall hat der Anbieter nach wie vor Anspruch auf die im Rahmen der Mindestvertragslaufzeit anfallenden Kosten. Weder findet eine Erstattung der bereits gezahlten Mitgliedsbeiträge statt, noch entfallen die noch ausstehenden Mitgliedsbeiträge.
  • Elektronische Angriffe jeglicher Art auf die Plattform/die Datenbank/das Netzwerk von nachbarschaft24 oder auf einzelne Nutzer sind strikt untersagt. – Na sowas aber auch, bitte bitte lieber Datenkrimineller, bitte schicke keinen Spambot auf die Seite…
  • Meine Angaben innerhalb des Projektes dürfen bei Zustimmung vom Veranstalter des Projektes (netsolution FZE) von den Sponsoren der Aktion sowie von den beauftragten Dienstleistern für Marktforschung -für die bessere Zuordnung von bereits zu meiner Person vorhandenen Daten – sowie für interessante und günstige Angebote aus den unten genannten Branchen, die meinen erkennbaren Interessen entgegenkommen, verarbeitet und genutzt werden (Telefonmarketing, SMS Werbung, E-Mail-Werbung und schriftliche Werbung). Verlage, Adress- und Versandhändler, Finanz- und Telekommunikationsdienstleister, Markenartikelhersteller, Gewinn- und Glücksspiele, Reise und Tourismus, Gesundheitsvorsorge, Energieversorger, Versicherungen, Pharma- und Kosmetikunternehmen, gemeinnützige Vereinigungen, Fahrzeughersteller und -händler, Bekleidungs- und Elektronikeinzelhandel, Marktforschungsunternehmen, Berufs- und Weiterbildungsinstitute.
  • Für die Dienstleitung/den Service von nachbarschaft24 wird ein Betrag in Höhe von 9,00 Euro pro Monat erhoben. Der Betrag ist halbjährlich zahlbar und im Voraus zu entrichten.
  • Internationale Service-Nummern:
    Telefax: 00423 662901808
  • Deutsche Service-Nummern:
    Telefax: 00423 662901808 – upps ich dachte Deutschland hat die 0049 als Vorwahl.

Zusammenfassend kann man den Nachbarn, die sich dort angemeldet haben, also schon mal pauschal 216 €, oder halbjährlich 54 € mit der Hoffnung das der Webserver vor Ablauf der Vertragslaufzeit abgeschalten wird, abbuchen. Entweder für den Anwalt, um aus diesem Vertrag wieder raus zu kommen oder für den Betreiber der Seite. Außerdem können sie sich auf massenhaft Werbespam freuen. Ich wünsche meinen 47 Nachbarn, die sich laut der E-Mail dort angemeldet haben, viel Spaß in ihrer neuen Community. Persönlich bevorzuge ich jedoch weiterhin die kostenfreien und in Deutschland beheimateten Networks wie studivz oder wer-kennt-wen.de

Übrigens: falls jemand wirklich auf eine derartige Spam-Mail reingefallen ist, verlinke ich hier mal auf ein Forum, in dem Hilfe angeboten wird. http://forum.computerbetrug.de/showthread.php?t=49498 Ich übernehme allerdings keine Haftung falls etwas nicht so funktioniert wie es sollte. Wenn auf der verlinkten Seite anderer Inhalt stehen sollte als eine Anleitung, wie man mit Rechnungen/Mahnungen von dubiosen Internetfirmen umgehen kann, dann bitte ich um Nachricht, um diesen Post entsprechend anzupassen.

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Raise of Zombie

Ich dachte schon, mein Freund Ralf Heyl will sich nicht mehr bei mir melden. Nach 6 Monaten erhielt ich endlich wieder ein Lebenszeichen meines Lieblingsanwaltes, der die Deutsche Postbank bei ihren Forderungen unterstützen soll. Er meint ich hätte auf seine vorherige Zahlungsaufforderung nicht oder nicht ausreichend reagiert.

Komisch, dabei hatte ich ihn doch in meiner Antwort im Februar gebeten mir seine Legitimation vorzulegen, wie der Gesetzgeber für Inkassoforderungen im BGB vorschreibt. Keine Legitimation sondern nur ein Standardbrief mit Einschüchterungsfloskeln kam gestern. Ich bin enttäuscht und schmollend werde ich ihm wieder eine unbefriedigende Antwort schreiben.

Herr Heyl ist ein sehr neugieriger Mensch. In der beigefügten Selbstauskunft möchte er gerne wissen, ob ich Grundbesitz, eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag habe. Er ist ja so niedlich, wenn er sich derart gründlich um meine Zukunft sorgt. Ich bin aber ein schlechter Mensch, ich werde sein Wurstblatt abheften oder bei Gelegenheit meinen Allerwertesten damit reinigen.

So dann harren wir mal der Dinge die da angedroht wurden. Mal sehen wann denn der Mahnbescheid ins Haus flattert und was er denn sagt, wenn ich den zurückweise.

to be continued…

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Abzocker Postbank

Habe Post bekommen :( Ein RA Heyl will von mir 105 EUR haben. Ich hatte mir im Herbst 2005 ein Girokonto bei der Postbank aufschwatzen lassen. Eröffnungsdispo und kostenfrei waren die Schlagworte. Gewartet und gewartet aber nix Dispo bekommen :-( Naja etwas später habe ich dann gesehen, das die Gebühren abbuchen. Habe mal ins Kleingedruckte geschaut. Kostenfreies Konto nur bei Geldeingang von 1200 EUR per Monat, sonst 5,90 EUR (im Vergleich dazu: mein Sparkassenkonto kostet 0 EUR bei 200 EUR Durchschnittsguthaben oder eingeräumten Dispokredit). Habe ich also schnell per TAN-Mitteilung geschrieben, das ich das Konto kündige. Das war im Januar 2006. Im Herbst schreibt mir die Postbank dann, das sie einen Kontoausgleich haben wollten, Kontostand ist 59 EUR im Soll. Wie Bitte? Ich hatte doch gekündigt! Nix da, mein Schreiben haben die so beantwortet, das Kündigungen nur schriftlich erfolgen können. Konto ist aufgelöst, inzwischen waren die Kosten bei 75 EUR. Ich habe der Post dann erst mal geschrieben, das ich die Gebühren nicht nett finde, ich also erstmal die 5,90 bezahle und um Ihr Verständnis für meine Ablehnung der ganzen Forderung bitte. Sie sollten mir mitteilen, wenn Sie den Rest auch noch wollen. Mitteilung von der Post kam nicht, dafür aber von Accredis einem Inkassobüro. Ohne Vollmacht und mit einem Wert, der nicht der Postbankforderung entsprach. Laut BGB muß ich niemanden etwas bezahlen, der keine Vollmacht vorlegen kann. Also habe ich mal die ausstehenden Kontoführungs-Gebühren auf das Postbankkonto überwiesen. Die mehr als 50 EUR Inkassogebühren natürlich nicht. Dafür
kam jetzt ein Brief von Herrn Heyl. Der will die 50,- EUR und ausserdem noch einmal soviel für seine Tätigkeit. Lustig nicht?
Die Postbank kriegt dafür den Goldenen Abzockerorden mit Schleife.
To be continued…

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